HITTISAU

DÄNEMARK

2006 wurde ich von der Leiterin des Nationalen Keramik Museums in Middlfart, Dänemarkeingeladen, die Ausstellung INTIM für ihr Haus (2 Stockwerke) zu konzipieren.

Im Dezember 2007 wurde die Ausstellung eröffnet, begleitet mit großem Interesse der Dänischen Presse. Der Leiter der Vorarlberger Kulturabteilung reiste mit und hielt nach der Museumsdirektorin eine fulminante Eröffnungsrede.

Danach wurden von mir mitgebrachtes und kreiertes Konfekt gereicht, Marzipan_Brust_Knöspchen auf Zartbitter_Schockolade mit
aphrodiesischer Ingwe_Chilli_ Füllung.

BAUBO

..welche ganz am Anfang meiner Faszination für die Griechische Mythologie stand.

Baubo – in meiner Interpretation personifiziertes weibliches Geschlecht,
Gegenpart zu Phallus, wird als schiffchenförmiges Gefäß transformiert,
offen oder verborgen mit Deckel, weich mit Nerz ausgekleidet,
gefüllt mit griechischen Männerköpfen, Brustknospen als nährendes Prinzip,
aggressiv durchbohrt mit Stacheln oder Fingern, die tiefe Emotionen wecken,
Urängste und  Sehnsüchte erzeugen.
Es sind im Laufe der Zeit zu den verschiedensten Themn 27 Einzelstücke entstanden.

EAT.ME_DRINK.ME

Porzellan_Tapete

Im prachtvollen Zentralraum des Nationalmuseums für Keramik
Präsentiere ich die raumfüllende Wandskulptur eat.me_drink_me.
340 Brustknospen und Lippen Medallions in rhythmischen Abstand angebracht.

DIE TAFEL DER DEMETER

…wird im Keramikmuseum in Middlfart optisch durch eine Wand unterbrochen, bzw.
hintern der Wand verlängert und so zur durchbrechenden Präsentationsoberfläche.

Das Hauptthema und Ursprung der Keramik ist das Gefäß.
Volumina, Innenräume und Dekor sind ein ständiges Thema.
Welche Art von Inhalt, wie hinein und wieder heraus?
Rinnt, tropft, blubbert eine Flüssigkeit beim gießen?
Wie passe ich (Tasse, Becher, Gießer, Kanne, Schale) an den menschlichen Körper an und will ich dadurch bestimmte Gefühle wecken?
Welche Körperteile muss ich bedenken um zu trinken, schlürfen, saugen, lecken?
Wie fühlt es sich an wenn Finger, Lippen das Gefäß berühren?
Wie greife, begreife ich das Gefäß, wie bewege ich es? Wie muss die Oberfläche beschaffen sein, womit könnte es, in Berührung kommen? Und wichtig: welchen optischen  Effekt will ich erzielen, welche Emotionen ansprechen?
So werden viele Themen, der Haptik, des Designs, der Bildhauerei sowie der Psychologie und schlussendlich der des Handwerks berührt.

Über Hundert verschiedene Teile, in den vergangenen Jahren von mir
entwickelt, sind auf der Tafel der Demeter zu sehen.

Gefäßen, Teller, Tassen und Schalen, dekoriert mit Brustknospen, sollen diese Gefäße an frühkindlichen Erfahrungen erinnern und Erlebnisse zurückrufen.

Stachelige Milchgießer, Bauchnabel Tellern, Brustknospen Schalen, organisch geschwungenen Vasen, Dosen mit Nippel-Relief, schiffchenförmige Platten, Blumen-Streuer und Lippen-Dekore als Elemente des sinnlichen Austausches, erinnern an Traumbilder.
Sie wecken die Lust den sinnlichen Genuss des „Tafelns“ bewusst zu erleben.
Zwischen den Nabeltellern und Lendenteller mit sinnlichen Texten aus dem „Hohelied der Liebe“, stehen Skulpturen, Handschmeichler und die Liebesäpfel des Paris, die zum Spiel einladen. Ein goldenes Schwein flankiert die Tafel, Fleischlieferant Nr. 1 in Europa.

DER SCHATZ DER APHRODITE

Das Herz, ein jahrtausende altes Symbol.

Im alten Ägypten war das Wort „Ab“ für Herz-Seele das jedem Menschen bei der Geburt geschenkt wurde. Nach dem Tod wurde Ab auf die Waagschale gelegt. Die Hyroglyphe für Ab war eine tanzende Gestalt die den „mystischen Tanz des Lebens“ im Körperinneren – den Herzschlag – darstellte.

Viele heute noch gebräuchliche Redewendungen gehen auf die ägyptische Vorstellung vom Herzen als Zentrum des Selbst, der Seele oder der Gefühle zurück: Das Herz kann schwer und leicht sein: bei Verliebten werden Herzen geraubt oder verschenkt, oder sie werden schwach. Herzen können kalt oder warm, hart oder weich sein.

Das Herz –Symbol stellt Gefühle dar, die jeder versteht, die jedem nahe gehen.

Bei dieser Arbeit kommt die technische Möglichkeit serieller Produktion voll zum Ausdruck. Trotzdem ist jedes einzelne Herz ein Unikat.

DER SWINGER_CLUB IM OLYMP

Eros & Psyche

Die Erkundung von Körpergrenzen

Was ist Intimität, wo sind die Grenzen, wann werden sie überschritten, was ist peinlich ect. Unterwäsche ist der Haut am nächsten, verhüllend, schützend, aufreizend und entblößend, der Schutz der intimsten Stellen werden unterschiedlich empfunden, können irritieren oder anziehen. Der Übergang zwischen Innen und Außen, Privatsphäre und Intimität wird sichtbar.

Bei dieser Arbeit, dem direkten Abguss am Körper, ist der Blick auf intimen Stellen des Köpers gerichtet. Das Geschlecht wird sichtbar, die Körperhaltung, imaginär die nicht vorhandene Person.Der Abdruck der Unterwäsche, das Volumen der Körpergrenze, verrät den ganzen Menschen.
Eros Gott der Liebe nach außen, Psyche, die Seele das intimste des Menschen.